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Weineinstieg

Wer Wein anbaut & Winzer ist, sollte kein Problem damit haben, sesshaft zu sein. Der enge Kontakt zu seinen Rebstöcken ist das „A & O“ um Qualität & Ausbeute steuern zu können. Jedes Gebiet, hat seine eigenen:





- Böden = Mineralität & Aromen

- Sonneneinstrahlungen = Zuckergehalt

- Windgeschwindigkeiten = Fäule

- Luftfeuchtigkeit = Pilswuchs

- Höhen = Wachsgeschwindigkeit & Erntezeit

- Tag & Nacht-Rhythmen = Säuregehalt

- Bakterien & Pilze = Aromen



So wie auch Rebstöcke, die nicht nur am besten gedeihen, sondern sich auch mit den Jahrhunderten angepasst haben. Diese Anpassungen an eine Region können eine langsame Evolution der Natur sein, oder auch vom Menschen gezüchtete Kreuzungen. Ein Rebstock kann über viele Jahrzehnte hinweg Ertrag bringen. Somit ist das Pflanzen der Reben keine Jährliche Herausforderung & die Wurzeln passen sich den Bodenbeschaffenheiten mit Präzision an. Je nach dem, ob der Boden sandig ist & die Wurzeln tief ins Erdreich eindringen müssen, um an Wasser zu gelangen. Oder aber lehmig mit Wasserspeicherfähigkeiten.


Bis zur Ernte der reifen Trauben, ist es ein langer Weg. Jedes Jahr hat zwar dieselben Abläufe, jedoch bestimmt die Natur, Ihr Wetter und die äußeren Einflüsse, wann genau welcher Zeitpunkt gekommen ist. Der Winzer ist somit mit seinen Trauben an den Weinberg gebunden.

Die Zu berücksichtigenden Punkte sind:


- Keimung & Austrieb im Frühling

- Blattentwicklungen

- Bildung von Seitensprossen

- Triebentwicklung

- Festbinden & Beschneiden der Seitentriebe

- Entwicklung der vegetativen Pflanzenteile

- Erscheinung der Blütenanlage (die Vorblüte)

- Die Blüte

- Die Fruchtentwicklung aus der Nachblüte

- Ausdünnen überschüssiger Trauben um mehr Energie in die Trauben zu lenken

- Frucht & Samenreifung

- Absterben und Eintritt in die Vegetationsruhe.


Der Erntezeitpunkt hängt vom Zuckergehalt in der Traube & dem Reifestadium ab. Entscheidet der Winzer zu ernten, braucht er viele fleißige Helfer denen er vertrauen kann. Daher helfen oft Familie & Freunde. Es ist nicht nur wichtig zu wissen, wo man die Trauben ab schneidet, es ist auch Erfahrung nötig um abzuschätzen, welche Trauben man sammelt & welche noch nicht reif genug sind.


Die Verarbeitung


Am Hof treffen zur Erntezeit die Trauben mehrere Male am Tag ein. Kiste für Kiste werden die Trauben zu aller erst sofort gemahlen & anschließend zu Saft gepresst.


Der Saft kann entweder sofort von den Schalen getrennt werden & man produziert den Weißwein mit nahezu keinen Tanninen.


Oder man lässt den Saft mit den Schalen zusammen liegen. Die Tannine & Farben der Traubenschale werden vom Saft mit aufgenommen. Hier entstehen Orangeweine, Rosé Weine oder Rotweine. Welcher dieser drei Weine am Ende den Weg in die Flasche schafft, hängt ab von der Farbe & Dicke der Traubenschale, als auch der Dauer, wie lange der Saft in Kontakt mit der Schale lag.


Im nächsten Schritt, fangen an die Hefepilze den Zucker im Saft in Alkohol um zu wandeln. Es entsteht die so genannte „Maische“ Entweder mit oder ohne die Schalen der Trauben. Diese Hefepilze sind jedoch sehr heikel, was die Temperatur angeht. Heute steuern Maschinen die Temperaturen in den Maischetanks, damit die Hefepilze sich wohlfühlen und fleißig Alkohol ausscheiden. Weißweine bei 15 bis 18 °C & Rotweine bei 22 bis 25 °C kann man sich als einen Roten Faden merken. Ausnahmen & Zeiten der Maischung können gern auch höhrere Temperaturen vertragen. So lange der Pilz Zucker vom Traubensaft zur Verfügung hat & die Temperatur stabil bleibt ist er sehr aktiv. Bis zu maximal 25 % vol. Alkohol, kann dieser Pilz in seiner Umgebung im Saft produzieren. Alles darüber hinaus wäre so stark, dass er daran sterben würde. Dieses Wissen ist nützlich, wenn man einen Restzucker im Wein behalten möchte. Dann könnte man Brandwein oder ein anderes Destillat hinzufügen um den Gehrvorgang zu stoppen. Was zur Folge hätte, dass ein Teil des Zuckers nicht in Alkohol umgewandelt wurde und eine Süße im Wein bleibt.


Die am Ende übrig gebliebenen, nassen Traubenschalen, Werden gern an Brennereien weitergegeben, damit diese aus den so genannten „Trestern“ einen Grappa brennen können.


Während die Gärung in den Tanks voranschreitet, werden jeden Tag, die Presse, Maschinen & Böden, so wie Kisten ordentlich am Ende des Tages gereinigt. Ein Tag beginnt meistens 7 Uhr am Hang zum Ernten & endet in der Dunkelheit gegen 21 Uhr.


Ein Guter Winzer hat jedoch nicht nur seinen Beruf am Hang & im Keller. Auch Die Abfüllungen, Etiketten, Design & Büroarbeiten müssen gemacht werden. So sei dem Genießer am Ende aufgezeigt, wie viel Arbeit & Leidenschaft in jeder einzelnen Flasche liegt.



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