Zutaten &  deren Funktion

 

6 cl Whiskey = Spirituose

2 cl Zuckersirup = Zuckerquelle

 2 cl Zitronensaft  = Zitrusquelle

2 cl Schmelzwasser = Wasserquelle

3 cl Eiweiß = Strukturgeber

Empfehlung:

5 cl Bourbon = Spirituose

1 cl Rey Whiskey = Spirituose

2 cl Honig-Sirup = Zuckerquelle

 2 cl Zitronensaft  = Zitrusquelle

2 cl Schmelzwasser = Wasserquelle

3 cl Eiweiß = Strukturgeber

Dekoration:

keine

Glas:

Sour Flut

Kategorie:

Sour

 

 

HISTORIK:

 

Zeig mir deinen Whiskey Sour und ich sag dir ob mir deine Bar gefällt.

Er gehört zur absoluten Standardausstattung einer Bar. Allein weil wir ihn so gern haben, können wir anhand dieses Drinks sehen, ob uns eine Bar gefällt oder nicht.

Wie ausgeglichen ist Süße und Säure hier in dieser Bar?

Wie hochwertig und frisch sind die Zutaten?

Wurde er mit Eis serviert?

Wenn ja, welches Eis?

Wird er Klassisch mit Eiweiß gebaut?

und vieles mehr.

Der Whiskey Sour zeigt wie hoch Fachwissen vorhanden ist und in welchem Style sich die Bar bewegt.

Entstanden ist der Sour als Kategorie irgend wann im Goldenen Zeitalter des Goldrausches in Amerika. Jerry Thomas erwähnte diese Kategorie erstmals schriftlich in seiner ersten Ausgabe des ersten Rezepte-Buch für gemixte Drinks der Welt. Damals noch mit Brandy als Brandy Sour.

Die Entstehung direkt, mit Ort und Zeit genau an zu geben ist nicht möglich. vieler Orts war es in Amerika und auch sonst auf der Welt üblich Das schmutzige Trinkwasser mit einer Spirituose zu säubern (desinfizieren)

Je nach dem an welchem Ort man sich befindet, waren andere Spirituosen zur Hand.

Amerika hatte größten Teils Bourbon

Mexiko weit dem 16. Jahrhundert seinen Tequila

Süd Amerika seinen Rhum.

Spanier Ihren Weinbrand seit 1000 n. Chr.

und so weiter.

Das in Amerika meist mit etwas Bourbon desinfizierte Wasser wurde gern mit Zucker schmackhafter gemacht und mit Vitaminen der Zitrone angereichert. Diese Idee entstand überall auf der Welt.

So sehen wir schon in Zeiten vor der Bar-Kultur eine Rezeptur eines Sour Drinks.

Eiweiß war ein bekanntes Mittel zur Stärkung ind fand vor allem an den Bars einen festen Platz im Sour der US Amerikaner. So ist es nicht verwunderlich, das der Amerikanische Whiskey Sour mit Eiweiß auftauchte, aber der Daiquiri Sour keinen besaß. Hier spielen weiter Faktoren eine wichtige Rolle. Der Daiquiri Sour wurde als Longdrink & Erfrischungsgetränk in der Hitze genossen. Der Whiskey Sour in Nördlichen Regionen ohne Eis. Temperaturen und Traditionen ließen die Sour daher unterschiedlich aufblühen.

Der Sour besteht jedoch an allen Orten immer aus:

Spirituose

Wasserquelle

Zuckerquelle

Zitrusquelle

(Eiweiß in kühleren Regionen)

Welche Spirituose man nimmt, ist einem selbst überlassen. Der Bourbon ist zwar absoluter Klassiker, doch gibt es kein Gesetz was es verbietet einen anderen zu nutzen. Es heißt Whiskey Sour und nicht Bourbon Sour.

Ob man Schmelzwasser als Wasserquelle nimmt oder Sodawasser war früher kein Fehler. Heute mit den Kategorien, wäre jedoch bei Sodawasser ein Fizz entstanden und die Kategorie Sour verfehlt.

Welche Zuckerquelle man nimmt ist ebenso egal. alles was süßen kann ist möglich. vom Zucker zum Honig und sogar Liköre.

Welche Zitrusfrucht einem lieber im Drink gefällt ist ebenso Geschmackssache. von Zitrone zu Grapefruit zur Limette. alles kann nichts muss.

Auch das Eiweiß ist jedem selbst überlassen. Mag ich es erfrischend oder elegant, ist die Frage die man sich zuerst stellen sollte um hier zu entscheiden.

Der Whiskey Sour zeigt wie enorm kreativ und Wandlungsfähig wir uns in festen Kategorien bewegen können.