Zutaten &  deren Funktion

 

 3 cl Old Tom Gin = Spirituose / Zuckerquelle

3 cl französischer Wermut = Spirituose / Bitterquelle

3 Tropfen Orangen Bitter = Bitterquelle

 3 cl Schmelzwasser = Wasserquelle

 

 

Dekoration:

Orangenzeste

 

Glas:

Cocktailspitz

Kategorie:

Cocktail

 

 

HISTORIK:

Der Martini Cocktail, der Manhattan Cocktail und der Martinez Cocktail, waren bis zur Prohibition in ihrer Rezeptur identisch.

Ursprung aller Cocktails mit Wermut ist der "Wermut Cocktail" aus den 1860er Jahren. Anschließend explodierten die Rezepte mit Wermut nahe zu und erst mit der Zeit ließ dieser Boom nach. Am Ende blieben zwei groß bekannt gewordenen Rezepturen übrig. Die einen mit Whisky und die anderen mit Gin. Das ungewöhnliche dabei ist, dass 1895 die Bartender Association keine Cocktails mit Gin und Wermut zu kennen scheint. Man kannte anfangs nur Wermut Cocktails die man süß, medium oder trocken trank. So findet man in den Rezepten sehr oft den Anhang: Sweet, Dry oder Extra Dry. Im Laufe der Zeit vielen diese Zusätze weg und die verschiedenen Rezepte erhielten neue eigene Namen. Die große Verwirrung war nun, das die Rezepte an unterschiedlichen Orten auch unterschiedliche Namen bekamen. Dies war der Grund, warum Historiker es unglaublich schwer hatten, die Geschichten und Entstehungen zurück zu verfolgen. Erst mit der Zeit, vielen immer mehr Namen weg und die uns heute bekannten blieben.

Die Evolution der sweet, Dry und extra Dry Wermut Cocktails ist heute abgeschlossen und folgendermaßen zu unterscheiden:

Sweet Wermut Cocktail = Manhattan Cocktail

Dry Wermut Cocktial = Martini Cocktail

Extra Dry Cocktail = Martinez Cocktail.

Im Grunde genommen wurde es den Barkeepern einfacher gemacht. Um als Gast nicht ständig beschreiben zu müssen welche Zutaten man haben mag in seinem Wermut Cocktail, hat man diesen in 3 Versionen unter neue Namen erstellt.

Ende gut alles gut, würde man meinen, doch der Film: "James Bond 007" brachte eine erneute Verwirrung mit sich. Werbeverträge unter Anderem mit einer Wodka Firma und eine fehlerhafte Rezeptur brachten den Martini Cocktail fehlerhaft auf die Leinwand. Ein Cocktail wird natürlich nie geschüttelt und es fehlte der Bitter. Die Zutat die einfach jeden Cocktail zu einem Cocktail macht.

Im Anschluss an diesen Film brachten unzählige Bars diese Version auf ihre Karten und mindestens eine Generation wuchs mit dem falschen Rezept des Martini Cocktails auf. Die Rückbesinnung auf das Original war ein langer und schwerer Weg, den man erst im Jahre 2015 wieder einschlug.​

 

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